Meilensteine der Mindestlohn-Entwicklung
2015: Der Anfang
Deutschland führt seinen ersten flächendeckenden Mindestlohn ein. Der Startsatz liegt bei 8,50 Euro pro Stunde. Das ist historisch — zuvor gab es in den meisten Branchen keinen gesetzlichen Mindestlohn, nur in wenigen Bereichen wie dem Baugewerbe.
2017-2019: Erste Erhöhungen
Nach stabiler Wirtschaft werden erste Erhöhungen vorgenommen. 2019 erreicht der Mindestlohn 9,19 Euro. Die Arbeitgeber warnen vor Jobabbau — dieser tritt aber nicht massiv ein. Das ist wichtig für die Diskussion später.
2020-2021: Pandemie und Stabilität
Trotz COVID-19 bleibt der Mindestlohn relativ stabil. 2021 liegt er bei 9,60 Euro. Die Pandemie zeigt aber auch: Gerade Niedriglöhner waren hart getroffen. Das verstärkt die Debatte über den Mindestlohn als Schutzinstrument.
2022-2026: Inflationäre Anpassungen
Mit steigender Inflation werden die Erhöhungen kräftiger. 2022: 10,45 Euro. 2024: 12,00 Euro. 2026: 12,41 Euro. Das ist eine Steigerung von 46 Prozent in elf Jahren — deutlich höher als das Lohnwachstum im Durchschnitt.